Mutterwunde

Es gibt nur eine Erfahrung im Leben, die alle Menschen – ob Frau, Mann, Trans oder Inter, arm oder reich, weiß oder schwarz – teilen: jene Monate, die sie wachsend im Bauch einer Frau verbringen, ihrer Mutter. Sie ist die erste Bezugsperson, sie prägt uns für das ganze Leben. Mütter vermögen ihren Kindern ein sicheres Fundament mitzugeben, eine seelische Widerstandskraft, die über viele Schwierigkeiten des Alltags hinweg trägt. Doch sie können die Persönlichkeit und Biografie ihrer Töchter und Söhne auch so nachhaltig schädigen, dass sie noch als Erwachsene darunter leiden.
Blickt man in der Menschheitsgeschichte zurück, dann zeigt sich, dass die Liebe einer Mutter weder bedingungslos ist, noch dass man sie voraussetzen kann. Die Beziehungen von Müttern und Töchtern sind von vielen Erwartungen geprägt, die oftmals enttäuscht werden. Entsprechend vielschichtig ist ihr Verhältnis, pendelnd zwischen Nähe und Distanz, Anbetung und Ablehnung. Wohl keine Mutter hat die Absicht, ihr Kind seelisch zu verletzen und dennoch geschieht dies nicht selten. Manchmal sind Mütter vom Alltag mit ihrem Kind überfordert. Sie tun oder sagen dann Dinge, die sie später bereuen. Im Extremfall zerstört die Mutter damit das Selbstwertgefühl ihres Kindes. 


„Ich wollte nie so sein wie du“ - wenige Beziehungen sind so eng wie die zwischen Töchtern und Müttern. Keine andere Beziehung im Familiengeflecht ist enger. Und keine ist störanfälliger.

 

An diesen Wochenenden geht es um Versöhnung - um nicht mehr und nicht weniger. Es geht darum, Frieden zu finden mit der eigenen Mutter und ihren Fehlern, gefühllos, ungerecht, beurteilend, besserwisserisch, nörgelnd, übergriffig oder wie sie auch immer sein mag oder gewesen ist.


Wir werden uns gemeinsam daran wagen, zu begreifen, wie unterschiedlich Mutter und Tochter auf die Beziehung blicken, dass es mitunter zwei ganz verschiedene „Wirklichkeiten“ gibt. 


Ganze Generationen sind in einem Mangelzustand gefangen – so hat sich z.B. erst vor einigen Jahren ein Bewusstsein für die Nöte der Kriegskinder und Kriegsenkel entwickelt, die bis heute unter den Nachwirkungen der seelischen Schäden leiden, die ihre Eltern und Großeltern im Zweiten Weltkrieg davon getragen haben.


Durch ein gemeinsames Ritual werden wir abschließend Altes loslassen, vergeben und Neues willkommen heißen. Damit wird sich die Beziehung zwischen deiner Mutter und dir positiv verändern.

 


Dieses Angebot richtet sich an Frauen*,
* die sich einen geschützten und begleiteten Rückzug in die lebendige Natur wünschen
* mit der Sehnsucht im Herzen, ihrem eigentlichen Wesen Zuwendung zu schenken
* die den Ruf hören, den Kräften zu begegnen, die den Weg weisen und helfen, die nächsten Schritte zu gehen
* die sich mit ihrem eigenen Mutter-Tochter-Thema auseinandersetzen möchten
* die sich Unterstützung dabei wünschen, einen anderen Blickwinkel auf ihre Mutter zu bekommen
* die den ehrlichen Wunsch haben, sich mit ihrer Mutter zu versöhnen

 

 

An diesen Wochenenden
* kann Altes gehen und Nährendes neu gefunden werden
* können die empathischen und sensitiven Antennen wieder frei gelegt werden
* können wir das gute Gefühl in uns selbst wahrnehmen, das immer da ist, aber oftmals von unserem "eigenen Lärm“ und unserem geschäftigen Treiben übertönt wird

* kann ein neues Bewusstsein und Verständnis für deine Mutter entstehen
* kann sich die Beziehung zu unseren Müttern grundlegend positiv verändern

Wir werden an diesem Wochenende draußen leben. Bringt dafür gern mit, was es euch angenehm macht (Luftmatratze, Kissen, Decken, Felle, Wärmflasche, ...) 


Auf unterschiedliche Weise werden wir uns unseren Müttern nähern, uns von ihren Lebenswegen und „Nöten“ erzählen. Wir werden uns anschauen, was wir uns vergeblich von ihnen gewünscht haben, sie besser verstehen und uns ihnen auf versöhnliche Weise annähern. Wir finden heraus, wie wir uns selbst eine gute Mutter sein können und entlassen unsere Mütter in einem gemeinsamen Ritual aus ihrer bisherigen Rolle, lösen alte Verstrickungen, um befreit unseren eigenen Weg weiter gehen zu können. Es wird auch einen Raum geben, der Mutter zu vergeben und sie um Vergebung zu bitten. Das kann die Beziehung zu unseren Müttern nachhaltig verändern und Türen zu einem heilsamen Weg für Mütter und Töchter öffnen. Ganz sicher aber werden auch eure Töchter davon profitieren, dass ihr euch auf den Weg macht, ein Familienthema aufzulösen. 

 

Gruppengröße mindestens 5, maximal 8 Personen